Haus des Kooperativen Lernens

 

Erläuterungen zu den Methoden im Haus des Kooperativen Lernens:

Gruppenpuzzle (Jigsaw)
  • Die Schüler werden bei dieser Methode zu Experten für einen bestimmten Teil des Sachgebiets. Der Ablauf gliedert sich in 4 Phasen:
    Einführung: Bildung von Stammgruppen aus 3-4 Kindern und Einführung ins Thema durch die Lehrerin. Das Material zur weiteren Bearbeitung ist so vorbereitet, dass jedes Gruppenmitglied einen Teilaspekt bearbeiten kann.
  • Selbststudium: Jeder Schüler bearbeitet sein Aufgabengebiet in Einzelarbeit, macht sich Notizen, schreibt Fragen auf ... (Denken)
  • Expertengruppen: Alle Schüler mit dem gleichen Aufgabengebiet finden sich zu Expertengruppen zusammen. Sie erarbeiten gemeinsam die wesentlichen Inhalte des Aufgabengebiets und klären offene Fragen. Jedes Mitglied der Expertengruppe soll Sicherheit bekommen, um die Ergebnisse in der Stammgruppe vorstellen zu können. (Austauschen)
  • Stammgruppen: In der Stammgruppe sind nun Experten für jedes Sachgebiet vertreten. Diese berichten von den Ergebnissen aus der Expertenberatung und stellen ihr Thema vor. Sie sind dadurch in der Rolle des ‚Lehrenden’.

Das neu erworbene Wissen kann danach durch Bearbeitung von Fragen, Fallbeispielen, weiterführende Aufgabenstellungen o.ä. überprüft werden.

Geben und Nehmen (Give and get)


Die Schüler bearbeiten ein Thema in Einzelarbeit (Paar) und schreiben mögliche Ideen, ihr (Vor-)Wissen auf. Danach treffen sie sich mit anderen Schülern und tauschen sich mit diesen aus. Dabei notiert jeder eine Idee des anderen auf. Dadurch werden die Ergebnisse deutlich vielfältiger, ohne dass der Lehrer dazu etwas beitragen muss.


Partner-Check


Einem Schülerpaar werden eine bestimmte Anzahl von Übungsaufgaben gegeben, z.B. für jeden 10 Additionsaufgaben. Partner A bearbeitet die erste Aufgabe, Partner B ist sein Coach. Ist B mit der Lösung einverstanden, lobt er Partner A. Nun bearbeitet B seine erste Aufgabe und A ist der Coach.

Galeriegang


Methode zur Vorstellung der Gruppenergebnisse: nach der Arbeit in der Gruppe, bilden alle 1 / alle 2 / alle 3 / alle 4  aus den Arbeitsgruppen eine neue Gruppe zur Vorstellung. Dadurch ist in jeder neuen Gruppe auch ein Gruppenmitglied, der die Ergebnisse seiner Arbeitsgruppe erläutern kann. Auf den Tischen liegen noch die Ergebnisse aus der Gruppenarbeit. Die neuen Gruppen setzen sich jeweils an einen Tisch  und schauen sich die Ergebnisse an. Derjenige, der in der Arbeitsgruppe mitgearbeitet hat, erläutert die Ergebnisse. Die Gruppen wechseln nach einer bestimmten Zeit zum nächsten Tisch. Dadurch wird jeder einmal zum Lehrer und mehrmals zum Lerner.
Der Galeriegang ist gut geeignet zur Vorstellung von Ideen, Konzepten, Vorschlägen ...

Runder Tisch (reihum)


Diese Methode ist eine Abwandlung des Brainstorming. Jedes Gruppenmitglied hat ein Blatt und einen Stift. Es schreibt zu einem Thema eine Idee oder eine Antwort zu einer Frage auf das Blatt und gibt dann das Papier weiter. Der nächste schreibt eine Ergänzung oder einen ganz neuen Gedanken dazu. Auf diese Weise wird der Austausch entwickelt und jeder sieht, was aus seiner anfänglicher Idee geworden ist.

Lerntempoduett


Diese Methode zählt zu den WELL-Methoden (wechselseitiges Lehren und Lernen) und bietet die Möglichkeit, beim selben Lerngegenstand verschiedene Lerngeschwindigkeiten und –niveaus zu berücksichtigen.
Die Methode eignet sich besonders gut für die Bearbeitung von Texten und für Übungsphasen. Das Schulbuch lässt sich mit leichten Modifizierungen gut einsetzen. Die Aufgaben sollten in mehreren Teilen bearbeitet werden.
Das Lerntempoduett wechselt zwischen Einzel- und Partnerarbeit.  Wer die erste Aufgabe erledigt hat, geht zur „Haltestelle 1“ (die Methode hat deswegen auch den Namen ‚bus stop’) und wartet dort bis jemand mit derselben Aufgabe fertig ist. Nun folgt ein Austausch / eine gegenseitige Kontrolle in Partnerarbeit. Dieser erfolgt an freien Plätzen im Klassenzimmer oder im Stehen.
Danach wird Aufgabe zwei bearbeitet und nach deren Erledigung an „Haltestelle 2“ gewartet. Wichtig ist, dass jeder in seinem Tempo arbeitet und sich dadurch Partner mit fast gleichem Lerntempo finden. Wichtig ist, dass dies im Vorfeld geklärt wird.

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